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Das wohl wichtigste und bis heute nachwirkende Ereignis in
der Geschichte der Stadt war der Beitritt Bremens zur
Deutschen Hanse. Die Hanse gab es seit dem 10. Jahrhundert.
Sie war eine Vereinigung deutscher Kaufleute im Ausland und
entwickelte sich im 13. Jahrhundert zu einem Zusammenschluss
niederdeutscher Städte. Ziel war die Wahrnehmung
wirtschaftlicher Interessen gegenüber Dritten. Bremen
gehörte zunächst nicht dazu: die Bremer befürchteten eine
Einschränkung ihrer wirtschaftspolitischen Freiheit. Wenn
sie dennoch am 13. August 1358 dem Hansebund als Mitglied
beitraten, so geschah das unter dem Druck der Konkurrenz,
vor allem dem der Hamburger, die sich durch die an keinerlei
Abmachungen gebundenen Bremer erheblich gestört fühlten. Mit
dem Eintritt Bremens in die Hanse begann an der Weser ein
durchaus erfreulicher wirtschaftlicher Aufstieg, der
schließlich auch zu einem erheblichen Machtzuwachs des
Bürgertums führte und dessen Kampf gegen die katholische
Kirche schon zu einer Zeit entschied, als von der
Reformation noch keine Rede sein konnte.
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Der Roland
zu Bremen |
Einer der Höhepunkte in diesem Kampf war die Zerstörung des
Roland im Jahre 1366 durch die Knechte des Erzbischofs. Der
Roland war zu der Zeit noch aus Holz. Die Knechte des
Erzbischofs setzten ihn in Brand. Die Antwort der Bürger
ließ fast vierzig Jahre auf sich warten. Dann allerdings, im
Jahre 1404, errichteten die Bürger einen neuen Roland, einen
unbrennbaren aus Stein. Sie stellten ihn bewusst so auf, das
er dem Dom, der Kirche, die Stirne bot. Er tut es noch
heute. Und niemand vermag sein Lächeln zu deuten, das damals
wie jetzt seine Lippen umspielt. In Bremen aber gilt das
Wort, dass die Freiheit der Stadt nicht bedroht ist, solange
der Roland an seinem Platz vor dem Rathaus steht. Es wird
allerdings hinzugefügt, dass der Senat von Bremen einen
Ersatz - Roland im Ratskeller für alle Fälle bereithalte.
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Die Bremer haben dann - nachdem der Eintritt vollzogen - im
hanseatischen Bund einen bedeutenden Rang eingenommen.
Bremen stand nach Lübeck und Köln auf dem dritten Platz, der
freilich auch von Hamburg beansprucht wurde. Es gab deshalb
immer wieder protokollarischen Ärger, und was das Verhältnis
zwischen Hamburg und Bremen betrifft, so ist es bis zum
heutigen Tag von besonderem Reiz, einen Bremer über Hamburg
und einen Hamburger über Bremen reden zu hören. Es geht
dabei selten ohne Spott ab, der inzwischen aber mehr ins
Gutmütige umgeschlagen ist.
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Über 200
Jahre lang war die (Hanse-) Kogge der vorherrschende
Schiffstyp auf Nord- und Ostsee
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Die Stadt an der Weser wurde eines der treuesten Mitglieder
des Städtebundes. Im Jahre 1630, als der Dreißigjährige
Krieg die Macht der Städte längst gebrochen hatte, schlossen
sich Lübeck, Hamburg und Bremen noch enger zusammen, um ihre
Interessen gegenüber den Landmächten besser vertreten zu
können. Doch die große Zeit der Hanse war vorüber. Der
letzte Hansetag fand im Jahre 1669 statt. Damals wurden
Lübeck, Hamburg und Bremen beauftragt, fortan die Belange
der Hanse, die niemals offiziell aufgelöst wurde, zu
vertreten. Sie nehmen diese Aufgabe bis zum heutigen Tage
wahr und tragen die Bezeichnung Hansestadt im Namen.
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Das Jahr 1358 brachte der Stadt Bremen den Status einer
Hansestadt. Das Jahr 1646 den einer freien Reichsstadt. Bis
dahin war es freilich ein weiter Weg gewesen; denn es hatte
in Bremen lange vorher schon nicht an Versuchen gefehlt, als
reichsunmittelbare Stadt anerkannt zu werden. Kaiser
Ferdinand III. stellte am 1. Juni 1646 in Linz das in Bremen
als „Linzer Diplom“ notierte Dokument aus, in dem der Kaiser
die Reichsunmittelbarkeit der Stadt anerkannte. In diesem
Diplom machte sich der Kaiser ausdrücklich die Argumente der
Stadt Bremen zu eigen, nach denen Bremen schon seit uralten
Zeiten eine Reichsstadt gewesen sei - genau genommen sei
Karls des Großen Zeiten. Als das Reich im Jahre 1806
aufgelöst wurde, bezeichnete Bremen sich als Freie
Hansestadt. Dieses Attribut ist ihr geblieben. Der Weg
dieser Freien Hansestadt führte jedenfalls folgerichtig zu
dem heutigen Bundesland Freie Hansestadt Bremen, das
zusammen mit den Bundesländern Freie und Hansestadt Hamburg
und Bayern darauf verweisen kann, historisch gewachsen zu
sein.
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