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 :: Die Anfänge...




 


Im Jahre 782 beteiligten sich die Bewohner des kleinen Ortes Bremen sehr aktiv und mit blutigen Folgen an dem Aufstand der Sachsen gegen den Frankenkönig Karl und seine christlichen Missionare. Die Bremer erschlugen bei der Gelegenheit - was ihnen die erste Eintragung ins Buch der Geschichte einbrachte - den Priester Gerval tot, der sich vor ihnen nicht rechtzeitig hatte in Sicherheit bringen können. Für die Bremer hat dieser - aus christlicher Sicht - ziemlich rabaukenhafte Einstieg in die Geschichte etwas Peinliches, und es gibt Historiker, die ihn nüchtern umschreiben mit den Worten: „Der Name Bremen wird 782 zum ersten Male urkundlich erwähnt.“ Die Kirche zeigte sich aber nicht sonderlich nachtragend und verlegte bereits 845 den Sitz des Erzbischofs Ansgar von Hamburg nach Bremen.

 


Die ersten Bremer mögen Fischer gewesen sein und sicherlich auch Fährleute; denn wie fast alle großen Städte, so ist auch Bremen am Übergang eines Flusses, eben der Weser, entstanden. Doch mehr und mehr zog es die Bremer weserabwärts zur See hin. Sie wurden Schiffer, und bereits im Jahre 1041 gingen Seeleute von der Unterweser und von Bremen aus auf die erste deutsche Nordpolfahrt.

 


Von 1043 bis 1072 regierte in Bremen der Erzbischof Adalbert. Unter seiner Regierung wurde Bremen zum geistigen und wirtschaftlichen Mittelpunkt des norddeutschen Raumes - wer damals von Bremen sprach, der nannte es das „Rom des Nordens“. Tatsächlich erschlossen sich Bremer See- und Handelsleute im 11. Jahrhundert Handelswege bis hinauf nach Finnland, Island und Grönland. In jener Zeit besaß Bremen auch seinen ersten Chronisten, den theologischen Gelehrten Adam von Bremen, in dessen Aufzeichnungen unter anderem berichtet wird von der Existenz eines fernen Erdteils, den wir heute als Amerika kennen.

 


Die Bremer sollen allerdings schon sehr früh von diesem Erdteil erfahren haben. Es heißt, dass sie Handel getrieben haben mit den Wikingern, die im Jahr 1000 Amerika entdeckten und, zum Beispiel, Holz mit nach Europa gebracht haben sollen. Die Sache mit der fernen Welt geriet dann aber in Vergessenheit.

 


Der Erzbischof Adalbert stolperte schließlich über seine eigenen hochfliegenden Pläne. Er fiel bei Heinrich IV., den er erzogen hatte, in Ungnade und starb im Jahre 1072 in Goslar. Bremen sank damit in die Mittelmäßigkeit eines ganz normalen Erzstiftes zurück. Bremens Rolle in der Weltgeschichte hat sich dann auch immer mehr nur aufs Zuschauen beschränkt, allenfalls aufs zögerliche Mitmachen - vielleicht eine Folge der bereits zitierten bremischen Bedächtigkeit, die den Bremer vor allzu großen Waghalsigkeiten bewahrte.